flo mega kultimulti

Das geistige Schwellenland – Kultimulti von Flo Mega

Der Soul- und Hip Hop-Musiker Flo Mega aus Bremen über die „neue deutsche Dekadenz“ und einen der wichtigsten Gründe für tolerantes Zusammenleben

Mit seinem knackig gehaltenen musikalischen Statement berührt der 37-Jährige einen entscheidenden Punkt für Wahlerfolge von nationalistischen Parteien – die Wähler von AfD & Co. haben meistens gar keinen Kontakt zu Einwanderern und „Multi Kulti“. Bizarrer Umstand und gleichzeitig Erklärung dafür, dass die Meck-Pom. Wahl recht(s) verkackt ausgehen konnte – das ist kein Ost-Phänomen, sondern generelles Problem. Gleichzeitig kann man daraus aber auch eine hoffnungsvolle Prognose für die kommende Wahl in meener Heimatstadt Berlin (und anderswo) ablesen, wo das „Kultimulti“ – und das ist auch gut so – eben einfach ins weltoffene Leben gehört.

Nähe und Kontakt schaffen Abbau von Vorurteilen. Siehe auch:

afd fälschung fail

Der dreiste Photoshop-Fail der AfD

Der Wahlkampf-Flyer „Rechtsstaat am Boden“ zeigt einen Polizisten, der angeblich von einem Antifa-Aktivisten attackiert wird. Dabei ist alles nur geklaut. #Lügenflyer …

Für den Wahlkampf im Landkreis Stade hat die AfD mal wieder eine ihrer klassischen Botschaften aus dem Propaganda-Hut zaubern wollen: Die linksautonome Gewalt in Deutschland ist die größte Gefahr (also neben Muslimen, Flüchtlingen – und natürlich dem Mindestlohn). Problem: Bildmotiv ist geklaut und Antifa-Logo vom stellvertretenden Vorsitzenden der AfD Stade, Lars Seemann, reingeshoppt worden.

afd fälschung fail
Flyer Afd Stade via tageblatt.de, Foto: Milos Bicanski

Das gefälschte Foto stammt von Krawallen in Griechenland im Jahr 2009 und wurde in der britischen Zeitung „The Guardian“ veröffentlicht. Aufgenommen wurde es von dem international bekannten Fotojournalisten Milos Bicanski, der nach eigener Aussage nicht von der AfD für Veröffentlichungsrechte angefragt wurde.

Schon schön ironisch, dass sich eine Partei, die den Begriff Lügenpresse wieder en vogue gemacht und sich insgesamt als mundtot gemachtes Opfer von Verleumdungen inszeniert, immer wieder mit solchen Fails auffliegt – und dass das Urheberrecht sowieso nicht viel für die AfD zählt, wissen Paul van Dyk und andere ja nun auch schon.

Für den unbelehrbaren Rest ist es eine Erinnerung, nicht gleich alles zu schlucken, was einem aufgetischt wird. Beste Grüße … auch an Extra 3, die haben die Sache mal richtig ge/entstellt.

extra 3 afd photoshop fail
Investigatives Korrektiv im Flyer-Fail: Extra 3

Story via tageblatt

hi mom reisen

Weltenbummler-Grüße an Mutti

Jonathan Kubben Quiñonez aus Brüssel verwirklicht einen unser-aller-Träume und reist um die Welt. Dabei vergisst er nicht, auf jedem seiner Bilder auch brav an Mama @home zu denken, die sich natürlich typisch mütterlich so ihre Sorgen um den Weltreisenden machen könnte. Eine Auswahl. 

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